Android Market und protected Apps

In diesem Artikel möchte ich das Thema “Protected Apps in Android Market” erläutern. Dabei werde ich auf folgende Punkte eingehen:

  • Wo ist der Unterschied zwischen protected und nicht-protected Apps?
  • Wer entscheidet, ob eine App protected sein soll?
  • Sind protected Apps mit paid Apps gleichzusetzen?
  • Warum sind protected Apps nicht für Besitzer von Android Developer Phone zugänglich?
  • Fazit

 

Wo ist der Unterschied zwischen protected und nicht-protected Apps?

Protected heißt geschützt. Die Rede ist von “Copy Protection” - also Kopierschutz.

Für Anwender liegt also der Unterschied darin, dass er nicht dazu in der Lage ist, mit einem “normalen” T-Mobile G1 Android Phone protected Apps zu sichern. Ein Backup und/oder Weitergabe an dritte ist somit nicht möglich.

Technisch gesehen läuft es so ab, dass bei einer Installation die Applikation unter “/data/app” gespeichert wird. Weiß man genau wie die Applikation heißt - kann man die einfach wo anders hin kopieren, z.B. auf die SD-Karte. Denn man hat als Benutzer Zugang zu dem Ordner “/data/app”. Mein AppManager für Android verfügt unter anderem auch über dieses Feature.

Eine geschützte Applikation wird aber bei der Installation unter “/data/app-private” gespeichert. Zu diesem Ordner hat der Benutzer keinen Zugang. Nicht mal Leserechte.

 

Wer entscheidet, ob eine App protected sein soll?

Der Entwickler. Wenn ein Entwickler seine App über Market publiziert hat er die Wahl bei “Copy Protection” On oder Off anzuklicken.

 

Sind protected Apps mit paid Apps gleichzusetzen?

Nein. Eine kostenpflichtige Applikation muss nicht zwangsläufig geschützt sein. Es liegt im Ermessen des Entwicklers. Natürlich wird es in 99% der Fälle so sein, dass eine paid App gleichzeitig protected ist.

 

Warum sind protected Apps nicht für Bestizer von Android Developer Phone (ADP) zugänglich?

Der Benutzer eines ADP hat volle Rechte auf dem Gerät. Somit hat der überall Zugriff, auch im “/data/app-private” Ordner. Der Kopierschutz ist hier außer Kraft gesetzt.

Daher hat Google beschlossen, dass ADP-Benutzer im Market keine protected Apps zu sehen bekommen.

 

Fazit

Der momentane Kopierschutz ist mehr als schwach. Ehrlich gesagt ist er einfach lächerlich.

Es besteht nicht nur das Problem mit Android Developer Phones, sondern auch mit so genannten “rooted” G1 Phones.

Rooted - bedeutet im Klartext, dass man bei einem “normalen” T-Mobile G1 volle Zugriffsrechte besitzt. Grob gesagt, sind es geknackte (gecrackte) G1 Handys. Im Auslieferungszustand hat man dem T-Mobile G1 keine volle Rechte, man ist auf dem Gerät “nur” ein Benutzer.

Es ist aber mittlerweile möglich mit relativ wenig Aufwand ein T-Mobile G1 zu knacken und an die volle Rechte zu kommen.

Und wenn Google Market ein ADP als ein solches erkennen kann - besteht diese Möglichkeit bei “rooted” G1 Handys nicht.

Das führt dazu, dass jeder, der mit einem “rooted” G1 unterwegs ist, kostenpflichtige Applikationen kaufen, installieren und anschließend verbreiten kann.

Die einzige Möglichkeit, die Entwickler zurzeit haben ist die, sich selbst um ein Kopierschutz zu kümmern. Sprich Registrierung-Keys, Anbindung an die Hardware, IMEI etc.

Bookmarken bei: These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • del.icio.us
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Linkarena
  • Technorati

Ähnliche Themen

Tags: , ,

4 Responses to “Android Market und protected Apps”

  1. tr2k Says:

    Ist es nicht so dass Google die ADPs auf einen Nenner bringen will?

  2. zx128 Says:

    Was meinst du damit? Wie “auf einen Nenner”?

  3. tr2k Says:

    War nicht mal die Rede dass die sich was überlegen um die Problematik aus der Welt zu schaffen oder lassen die jetzt die DevPhone Nutzer im Stich?

  4. zx128 Says:

    K.A. ob und wann die sich was überlegen. Der aktueller Stand der Dinger ist halt so, wie der ist - keine protected Apps für ADP.

    Außerdem, was sollen die denn machen? Entweder machen die eine vernünftige Copy-Protection oder die lassen es komplett sein.

    ADP ist eben für Entwickler gedacht, die vor allem an der Firmware arbeiten. Für alle anderen macht es einfach kein Sinn sich ADP zu holen.

    Wenn sich einer ohne nachzudenken ADP gekauft hat - sein Problem. Was soll das Google kümmern.

Leave a Reply